Die schönsten Orte in Wien

Wien ist nicht nur Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt Österreichs und wurde von der Mercer Studie mehrfach in Folge zur „Lebenswertesten Stadt“ der Welt gewählt.

Die ehemalige Hauptstadt des Österreichisch-Ungarischen Kaiserreiches liegt an den Ufern der Donau und hat eine lange, komplexe und wahrhaft faszinierende Geschichte.

Wien ist weltweit für seine Kunst, Architektur und Musik bekannt, und ist somit das perfekte Reiseziel für alle, die Interesse an Geschichte und Kultur haben. Und gleichzeitig ist die Stadt eine äußerst attraktive Destination für Familien, Studenten, Freunde und Pärchen – also eigentlich für jeden, der gerne Zeit in einer wahrhaft tollen Stadt verbringen möchte.

Wien liegt in einer kontinentalen Klimazone und hat somit lange, warme Sommer und kalte Winter. Preislich liegt die Stadt in direktem Vergleich mit vielen Europäischen Städten bei einem guten Mittelmaß.

Besucher lieben Wien aus vielen Gründen, aber die historischen Orte, beindruckenden Gebäude und das vielfältige kulturelle Angebot werden immer wieder als die Hauptgründe, die Stadt zu besuchen angeführt. Zu Recht, wie wir finden, und darum haben wir uns dazu entschlossen, hier einige der Orte, die auf keiner Wien To-Do Liste fehlen dürfen, vorzustellen:

Schönbrunn Palace

Schloss Schönbrunn, das ikonisch gelbe Gebäude im Barock-Stil, ist das größte und bekannteste Schloss Österreichs.

Mit einer unfassbaren Anzahl von 1441 Räumen war Schönbrunn die kaiserliche Sommerresidenz der Habsburger Dynastie und ihres Hofes. Der riesige Komplex entstand nach und nach und kann auf eine fast 300jährige Bau- und Anpassungszeit zurück blicken. Diese lange Abfolge and Zubauten, Veränderungen, Renovierungen und die sich verändernden Geschmäcker, Interessen und Ambitionen der jeweiligen Herrscher spiegeln sich nicht nur im Palast selbst wieder, sondern lassen sich auch in seinen weitläufigen Gärten und Wegen erkennen.

Schloss Schönbrunn und seine ebenso bekannte Orangerie, das Palmenhaus und der wunderschöne Zoo, die sich innerhalb seiner weitläufigen Parkanlagen befinden, gehören zu den meist-besuchten Orten der Stadt, ja sogar des ganzen Landes.

Wo: Schloß Schönbrunn; 1130 Wien
Öffnungszeiten: Schloss: täglich ab 8:00 Uhr; Park: täglich ab 6:30 Uhr
Web: Schönbrunn Palace

St. Stephen’s Cathedral

Der riesige, gotische Stephansdom im Herzen der Stadt blickt auf eine lange, vielschichtige Geschichte, die ihren Ausgang in einer schon 1147 an diesem Ort stehenden Pfarrkirche findet, zurück (mehr Informationen dazu hier). Er ist mit Sicherheit einer der Touristenmagneten der Stadt – nicht zuletzt, weil einige der besten und bekanntesten Einkaufsstraßen Wiens weniger als einen Steinwurf vom der Kirche entfernt liegen.

Der Stephansdom, unter anderem Sitz des Erzbischofs von Wien, ist an seiner höchsten Stelle 136,7 Meter hoch, hat einen aufwändig verziertes (und leicht erkennbares), bunt geziegeltes Dach, und ein extravagantes Inneres, das nicht weniger als 18 Altäre und mehrere Kapellen umfasst. Un schon fast nebenbei ist der Dom auch noch die Heimat einer Vielzahl and Gemälden, Statuen und anderen Kunstwerken, von denen einige aus dem 15. Jahrhundert stammen.

Wo: Stephansplatz, 1010 Wien 
Öffnungszeiten: Mo – Sa: 6:00 – 22:00 Uhr; So & Feiertag: 7:00 – 22:00 Uhr
Web: Stephanskirche

Hofburg

Wien kommt definitiv nicht zu Kurz wenn es um beeindruckende Plätze geht und die Hofburg ist mit Sicherheit ein Beispiel dafür. Ursprünglich die Hauptresidenz der Habsburger dient die Hofburg noch heute als die Arbeits- und Wirkungsstätte des österreichischen Bundespräsidenten. Beide Verwendungszwecke sind in Einklang mit der Geschichte des Ortes, denn die Hofburg (oder besser gesagt, ihr ältester Kern, welcher zu diesem Zeitpunkt noch Teil der Stadtbefestigung gewesen ist), ist schon seit 1279 als Sitz der Regierung urkundlich belegt.

Die Hofburg befindet sich ganz in der Nähe des Stadtkerns und dürfte um eine mittelalterliche Burg, die Teil der damaligen Stadtbefestigung war, herum gewachsen sein. Über die Jahrzehnte hat sich die kaiserliche Residenz immer weiter ausgedehnt und nahm unter anderen eine Vielzahl (imperialer) Wohn- und Amtssitze (wie z.B. die Amalienburg und die Albertina), die Hofkapelle (auch Burgkapelle genannt; der älteste Teil der Hofburg, der schon Teil der mittelalterlichen Burg gewesen ist), die kaiserliche Bibliothek (heute die Österreichische Nationalbibliothek), die Schatzkammer, das (heute an etwas anderer Stelle liegende) Burgtheater, die Spanische Hofreitschule, sowie die Hofstallungen und die Stallburg, in sich auf und war die Winterresidenz des österreichisch-ungarischen Kaisertums.

Für Besucher ist die Hofburg nicht nur aufgrund ihrer vielfältigen Architektur, die ein weites Spektrum an Stilen umschließt, interessant, sondern auch, weil hier neben den schon oben erwähnten Orten auch das Sisi Museum, die Kaiserappartements und die Silberkammer der Habsburger zu besichtigen sind.

Where: Hofburg, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Hofburg (Sisi Museum, Kaiserappartements & Silberkammer): täglich 9:00 – 17:30 Uhr (Juli & August 18:00 Uhr); Schatzkammer: täglich (ausser Di): 9:00 – 17:30 Uhr; Albertina: täglich 10:00 – 18:00 Uhr (Mi & Fr: 21:00 Uhr); Nationalbibliothek: täglich 10:00 – 18:00 Uhr (Do: 21:00 Uhr; Oktober – Mai: Mo geschlossen); Burgtheater: Führung: täglich 15:00 Uhr; Spanische Hofreitschule: täglich 9:00 – 16:00 Uhr (Fr, wenn Abendaufführung stattfindet: 19:00 Uhr; Jan & Feb: Montags geschlossen)
Web: Hofburg — Albertina — Nationalbibliothek — Schatzkammer — Burgtheater — Spanische Hofreitschule

Kunsthistorisches Museum

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Wien ist weithin bekannt für seine Vielzahl an Kunstgalerien und Museen. Das Kunsthistorische Museum ist mit Sicherheit eines der imposantesten unter ihnen.

Das Naturhistorische Museum gehört, gemeinsam mit seinem gegenüberliegenden Gegenstück, dem Naturhistorischen Museum, zu den imposanten historischen Großgebäuden der Stadt. Die Museen wurden zwischen den Jahren 1871 und 1891 erbaut und gehen auf den Wunsch Kaiser Franz Josef I zurück, angemessene Gebäude für die Verwahrung der Kunst- und Naturhistorischen Sammlungen der Habsburger zu haben. Es mag überraschen, dass es gleichzeitig von Anfang an die Intention der Bauten gewesen ist, die Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das Kunsthistorische Museum selbst hat eine Sandstein-Fassade, wird von einer 60 Meter Kuppel gekrönt und beeindruckt mit einem reich dekorierten Inneren, das alle Stückchen von Marmor über Stuck und Blattgold bis hin zu (passenderweise) Wandgemälden spielt.

Das Museum selbst ist in verschiedene Bereiche gegliedert. So gibt es in verschiedenen Teilen des Gebäudes unter anderem eine Ägyptisch-Orientalische Sammlung, eine Antikesammlung, die Kunstkammer, Gemäldegalerie, sowie eine Münzsammlung zu bestaunen.

Wo: Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
Öffnungszeiten: Mo: geschlossen; Di – So: 10:00 – 18:00 Uhr (Do: 21:00 Uhr)
Web: Kunsthistorisches Museum

Wiener Staatsoper

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Das Gebäude, das ursprünglich als Wiener Hofoper bekannt war, wurde im Jahr 1920, als die Österreichisch-Ungarische Monarchie zerfiel und die Erste Republik ausgerufen wurde, zur Wiener Staatsoper umbenannt. Seit der Eröffnung des Hauses mit einer Aufführung von Mozarts Oper Don Juan im Jahr 1869 ist die Staatsoper für ihre qualitativ hochwertigen Inszenierungen berühmt.

Die Oper, die nahe der Stadtmitte am Rande der Ringstraße liegt, ist bei den Wienern höchst beliebt – auch wenn das offenbar nicht immer der Fall gewesen zu sein scheint. Kurz nach ihrer Fertigstellung gab es einen wahren Aufschrei der Öffentlichkeit, unter anderem, weil die Wiener das Gefühl hatten, dass ein nahegelegenes privates Wohnhaus um einiges opulenter und schöner anzusehen war, als das neue Opernhaus. Ob diese Ansicht zutraf ist heute schwer zu beurteilen, da das fragliche Haus während des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde, aber es darf angenommen werden, dass zumindest ein Teil der Kritik tatsächlich vor der legendären Grantelei der Wiener stammt, die sich schon fast damit rühmen, an allem Neuen (zumindest am Anfang) etwas auszusetzen zu haben. Was aber mit Sicherheit gesagt werden kann, ist, dass die Staatsoper aus heutiger Sicht ein wahrhaft imposantes und beeindruckendes Bauwerk ist, welches mit seinen hohen, gewölbten Decken, den reich verzierten Logen und der Marmorstiege vor dem Haupteingang Jahr um Jahr hunderttausende Menschen beeindruckt – nicht zuletzt, weil seine Schönheit dank des jährlichen Opernballs in alle Welt übertragen wird (oder, für ein etwas popkulturelleres Publikum, in Mission Impossible: Rouge Nation zu sehen ist).

Die Winer Staatsoper hat eine enge Verbindung zu den Wiener Philharmonikern, deren Mitglieder aus dem Orchester der Staatsoper rekrutiert werden. Die Oper ist auch eines der betriebsamsten Häuser der Welt – in über 350 Vorstellungen zeigt sie zwischen 50 und 60 Opern und 10 Ballett Produktionen pro Jahr.

Wo: Opernring 2, 1010 Wien
Öffnungszeiten: täglich geführte Touren (Zeiten siehe Website!)
Web: Wiener Staatsoper

Das Beste von Wien in einem Tag

Dank seiner langen, reichen und faszinierend Geschichte schwimmt Wien nahezu in Orten und Gebäuden, die nur darauf warten entdeckt zu werden. Besucher der Stadt sind gut damit beraten, genügend Zeit für Sightseeing und den Genuss von Wiens kulturellen und kulinarischen Highlights einzuplanen.

Da wir aber wissen, dass Gäste Wiens oft nur wenig freie Zeit in der Stadt zur verfügung haben, und so viel wie nur möglich von ihr sehen wollen, haben wir den folgenden Rundgang erstellt, der sie in kurzer Zeit an einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Wiens vorbei führt:

Nach dem Verlassen der U-Bahn (U2) bei der Station Schottentor findet man sich auf einer großen, freien Fläche wieder. Über den Park geschaut liegt schon die erste Sehenswürdigkeit, die Votivkirche. Folgt man der Ringstraße, die Prachtstraße, die die Innere Stadt umgibt, gegen die Fahrtrichtung passiert man die Universität und findet sich kurze Momente später auf dem Rathausplatz und somit vor dem Rathaus wieder (beide Gebäude liegen auf der rechten Seite). Nun überqueren wir den Ring vor dem Burgtheater (auf der anderen Straßenseite, gegenüber des Rathauses) und betreten den Volksgarten, der direkt neben dem Theater beginnt. Auf dem Weg durch den Park erhascht man einen Blick auf das Parlament (auf der rechten Ringseite) und erreicht schließlich den riesigen Heldenplatz und die Hofburg. Der Gebäudeteil gerade vor einem ist die Nationalbibliothek, die zwei großen Häuser rechts auf der anderen Seite des Rings sind die zwei großen Museen Wiens (Naturhistorisches und Kunsthistorisches Museum, getrennt voneinander durch den Maria Theresien Platz).

Wir drehen uns jedoch nach links und gehen durch die Hofburg selbst in Richtung Michaelerplatz. Nachdem die dort sichtbaren Ausgrabungen der alten, namensgebenden Römerstadt Vindobona bestaunt worden sind wandern wir nach rechts und folgen der Straße vorbei an den Hofstallungen bis wir die Albertina erreichen. Von hier kann die Staatsoper umrundet und ein Blick in das berühmte Hotel Sacher geworfen werden (und vielleicht ist auch genug Zeit für ein Stück Sachertorte), bevor wir die Kärntnerstraße, die berühmte Shoppingmeile, hinauf in Richtung Stephansdom spazieren. Hier angekommen hat man die Wahl: zurück in die U-Bahn (Linien U1 und U3), oder den kleinen Stadtbummel auf eigene Faust fortsetzen.

Praktische Hinweise

  • Egal, ob man nur einen Tag bleibt, oder für einen längeren Aufenthalt nach Wien kommt, die Homepage von Wien Tourismus ist immer eine gute Anlaufstelle für Informationen aller Art;
  • Die beste Art, sich in der Stadt zu bewegen ist durch das Nützen des öffentlichen Verkehrs, den Wiener Linien;
  • Es ist gut möglich, dass die Geschäfte hier andere Öffnungszeiten haben, als man es gewöhnt ist: als Faustregel gilt, dass alle Geschäfte (inklusive Supermärkten) wochentags bis 19:00 teilweise 20:00 Uhr offen haben, an Samstagen spätestens um 18:00 schließen, und Sonntags sowie Feiertags komplett geschlossen bleiben;
  • Fast alle Geschäfte und Restaurants akzeptieren Kredit- oder Bankkarten, dennoch ist es ratsam immer ein paar Euro Bargeld bei sich zu haben – Ausnahmen gibt es schließlich immer.